Prävention

5 Tipps, um Kopfläusen vorzubeugen

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Sicher haben Sie auch schon einmal Erfahrungen mit Läusen gesammelt. Sei es in der eigenen Kindheit oder bei den eigenen Kindern. Denn Läuse werden meist von KIndern übertragen. Das liegt an der Menge der Kinder in Kindergärten und Schulen und an der Art, wie Kinder miteinander umgehen. Wenn man die kleinen Plagegeister dann einmal im Umfeld hat, beginnt die ganze Arbeit, sie wieder loszuwerden. Das ist nervenaufreibend und zeitintensiv. Also sorgt man am besten im Vorfeld dafür, dass die Läuse erst gar nicht die Möglichkeit haben, das Haar zu besteigen, oder das vielleicht dann auch gar nicht mehr wollen. Hier ein paar Tricks, um die winzigen Parasiten möglichst fernzuhalten.

1. Wahl der Frisur

Da Läuse nicht springen, sondern krabbeln, müssen sie vom Haar eines Wirts zum Haar eines potentiellen Wirts krabbeln. Sehr selten findet eine Übertragung über Mützen statt, das kann man so gut wie ausschließen. Also muss man dafür sorgen, dass sich die Haare nicht berühren. Das ist bei Kindern nicht so einfach. Bei Jungs empfiehlt sich eine Kurzhaarfrisur (maximal 2 cm Haarlänge) und bei Mädchen ein Zopf (Pferdeschwanz oder geflochtener Zopf). So haben die Läuse weniger Chancen, den Besitzer zu wechseln. Auch der Einsatz von Haarklammern und Haarspangen kann helfen, die Berührungspunkte zu minimieren.

2. Haarstruktur physikalisch verändern

Um sich fortbewegen zu können, müssen sich Läuse am Haar festhalten können. Um ihnen das zu vermiesen, kann man die Struktur des Haares mechanisch beeinflussen. Indem man Haarspray, Haargel, Haarwachs, Schaumfestiger oder auch andere Stylingprodukte benutzt, glättet man die Haarstruktur und die Läuse haben keine Angriffsfläche mehr. Den selben Effekt kann man auch mit Vaseline, Öl oder einem anderen Fett erreichen, falls die Stylingprodukte zu sehr riechen. Allerdings sieht das Haar dann vielleicht zu fettig aus. Dies kann man aber durch eine geschickt gewählte Frisur kaschieren.

3. Haarstruktur chemisch verändern

Die Haare chemisch zu verändern, sprich zu färben, ist natürlich für kleine Kinder nicht so geeignet, aber für Teenager und Erwachsene auf jeden Fall. Denn Läuse stehen nicht auf Chemie. Sie mögen am liebsten sauberes und natürliches Haar. Wenn das Haar relativ frisch gefärbt ist, also noch riecht, ist der Schutz am besten. Also ab in den Frisörsalon oder zuhause Hand anlegen.

4. Keine privaten Gegenstände teilen

Die Gefahr einer Übertragung ist zwar sehr gering, aber trotzdem sollten Sie Ihre Kinder ermahnen, keine persönlichen Gegenstände mit anderen Kindern zu teilen. Gerade Mädchen machen sich ja gegenseitig die Haare und helfen sich mit Haarbürsten, Kämmen oder Haarschmuck aus. Erklären Sie den Kindern, was Läuse sind und dass man sich so vor einer Übertragung schützen kann. Erwecken Sie nicht den Eindruck, als ob Sie ein bestimmtes Kind schon im Verdacht hätten, dass es Läuse hat oder haben könnte. Läuse bekommt heutzutage jeder, ob arm oder reich, sauber oder ungepflegt.

5. Schutzmaßnahmen bei Übernachtungen

Gegenseitige Übernachtungsbesuche sind bei Kindern oft schwer angesagt. Sei es mal zwischendurch oder als Pyjamaparty. Damit sich eventuell miteingeladene Läuse nicht breitmachen, sollte man auf verschiedene Dinge ein Augenmerk haben.

  • Jedes Kind sollte ein eigenes Kopfkissen und eine eigene Decke haben. Am besten berühren sich die Köpfe im Schlaf nicht. Daher wären separate Schlafplätze ideal.
  • Lassen Sie keine Haarbürsten, Kämme und Haarschmuck offen herumliegen. so kann kein fremdes Kind Ihre Utensilien benutzen.
  • Wenn sich ein Kind am Kopf kratzt, können Sie anbieten, ihm die Haare zurückzubinden oder ihm einen Zopf zu flechten. Falls sich Ihr Verdacht bestätigt, die Eltern unauffällig kontaktieren und das Kind nicht bloßstellen. Die Eltern können es dann unter einem Vorwand sicherheitshalber wieder abholen.

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