Haustiere

7 Gründe, sich kein Haustier anzuschaffen

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Es gibt viele Gründe, sich ein Haustier anzuschaffen. Aber auch viele Gründe, die dagegen sprechen. Auch wenn die Tiere einen mit den Augen und ihrer sonstigen Erscheinung verzücken, sollte dieser Schritt wohl überlegt sein. Denn wenn man das Tier leichtsinnig mitnimmt, ohne sich ernsthaft Gedanken darüber gemacht zu haben, welche Konsequenzen das haben kann, könnte das üble Folgen haben. Oft landet so ein armes Tier (wieder) im Tierheim, weil der Besitzer nicht damit klarkommt. Also erst den Verstand einschalten, bevor das Herz Ja sagt. Schauen Sie sich zuerst die folgenden 7 guten Gründe an, sich kein Haustier anzuschaffen.

1. Hohe Kosten

Mit dem Kaufpreis des Haustiers fängt der Spaß erst an: Man braucht Futter, Pflegemittel, Spielzeug, Gerätschaften aller Art (Transportbox, Käfige, Kratzbaum, Katzentoilette, Leine, Näpfe und vieles mehr) oder auch einen Aufpasser, wenn man mal dringend weg muss. Was dann aber richtig zu Buche schlägt, sind die Tierarztrechnungen. Da gibt es die normalen Impfungen, aber auch die Untersuchungen außer der Reihe sind nicht ohne. Dazu noch die entsprechenden Medikamente, alles in allem ein stolzes Sümmchen. Wenn das Tier dann ernsthaft erkrankt ist und vielleicht noch eine oder mehrere OPs braucht, schwindet das Geld nur so dahin.

2. Allergien

Leider passiert es sehr oft, dass sich jemand ein Haustier zugelegt hat und dann später feststellen musste, dass er dagegen allergisch ist. Das ist dann natürlich für alle Beteiligten keine schöne Situation. Man kann gegen Speichel, Haare oder auch andere Bestandteile des neuen Mitbewohners allergisch sein. Meist weiß man selbst gar nicht, dass man eine so geartete Allergie in sich trägt, bis man das Haustier bei sich hat. Zudem kann nicht nur der neue Besitzer, sondern auch jemand aus seinem Umfeld allergisch sein. In letzteren Fall kann derjenige einen dann nicht mehr besuchen, ohne mit schlimmen Folgen rechnen zu müssen. So eine Haustierallergie kann böse Symptome hervorrufen und man kann eigentlich kaum etwas dagegen unternehmen. Viele Besitzer geben das Tier dann weg, andere entscheiden sich für das Tier und nehmen damit einige Qualen in Kauf. Die eigene Gesundheit sollte aber auf jeden Fall vorgehen.

3. Hoher Zeitaufwand

Sich um ein Haustier zu kümmern, ist sehr zeitintensiv. Schließlich reicht es nicht, das Tierchen ab und zu mal zu knuddeln und sich etwas mit ihm zu beschäftigen. So ein Haustier ist komplett auf seinen Menschen angewiesen und wäre ohne ihn verloren. Sie müssen das Tier füttern, seinen Käfig oder seinen Aufenthaltsort reinigen, es pflegen, mit ihm rausgehen, es beschäftigen und pflegen. Das Futter und die Pflegemittel dürfen natürlich auch nicht ausgehen und putzen muss man auch viel öfter als ohne Haustier. Manche Tiere müssen auch erzogen werden, damit das Zusammenleben mit ihnen gut funktioniert. Alles in allem steht einem da ein hoher Zeitaufwand bevor.

4. Weniger Schlaf

Durch den neuen Mitbewohner verändert sich einiges, auch die Schlafgewohnheiten. Sei es in der Anfangszeit oder wenn das Tier noch sehr jung ist, und man alle naselang raus muss, damit das Tier sein Geschäft erledigen kann, oder man darauf lauert, ob es den Weg zu seiner Toilette findet. Letzteres macht den Schlaf auch viel leichter und man wird schneller wach. Oder das Tier ist nachtaktiv und macht zu der Zeit Krach, zu der andere schlafen wollen oder sollen. Hunde bellen gerne, wenn sie Geräusche hören, die sie nicht zuordnen können. Oder wenn ihnen etwas nicht passt oder etwas fremd aussieht und sie es nicht einschätzen können. Das trägt auch nicht gerade zur Nachtruhe bei – ein Nickerchen ist in dieser Situation natürlich auch nicht allzu gut zu bewerkstelligen. Schlafmangel geht auf Dauer an die Substanz und sollte weitgehend vermieden werden.

5. Gebunden sein

Wenn man seine Freiheit liebt und gerne spontan etwas unternimmt, sollte man sich die Anschaffung eines Haustiers gut überlegen. Im Prinzip ist es so, wie wenn man Kinder hat. Das bedeutet einen Haufen Verantwortung und Verpflichtungen, denen man sich erst einmal stellen muss. Die Zeiteinteilung muss besser organisiert werden und das Haustier sollte oberste Priorität haben. Es muss permanent versorgt werden und in den Tagesablauf integriert werden. Wenn Sie geschäftlich oder privat reisen müssen und das Haustier nicht mit kann oder darf, müssen Sie dafür sorgen, dass es gut untergebracht ist und es ihm an nichts fehlt. Wenn Sie also lieber spontane Dinge unternehmen wollen, ist Ihnen ein Haustier nur ein Klotz am Bein.

6. Demolierung der Einrichtung

Viele Haustiere sind wahre Meister im Sachen kaputtmachen. Sie tun das meist, indem sie die Gegenstände anknabbern. Das kann der Holzfußboden, der Teppich oder auch die Haustür sein. Türen sind sowieso sehr beliebt, wenn sie verschlossen sind und das Tier unbedingt von A nach B will. Aber auch vor Kleidungsstücken und Schuhen wird nicht halt gemacht. Egal aus welcher Motivation heraus, Haustiere machen diese Dinge oft kaputt. Oder es geht etwas Zerbrechliches kaputt, weil es umgeworfen wird. Auch Urinflecken oder -lachen können unschöne Rückstände hinterlassen, von dem Geruch ganz zu schweigen. Wer sehr an seinen Habseligkeiten hängt, sollte sich kein Tier anschaffen.

7. Kurze Lebensdauer:

Hier noch der egoistischste Grund von allen: Haustiere leben leider nicht sehr lange. Daher ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, das geliebte Haustier innerhalb einer bestimmten Zeitspanne wieder zu verlieren. Dies ist immer eine sehr schmerzhafte Erfahrung, schließlich ist das Haustier eine Art Familienmitglied gewesen. Schon alleine, wenn das Tier irgendwelche Krankheitssymptome zeigt, kann das die Nerven auf eine harte Probe stellen. Auch der Prozess des Sterbens bei der einen oder anderen Krankheit ist nervenaufreibend.  So kann man im Laufe seines Lebens einige Haustiere verlieren.

Fazit:

Ein Haustier zu haben, bedeutet eine Menge Verantwortung. Um diesen Schritt zu wagen, sollte man sich sehr sicher sein, dass man das auch wirklich durchziehen möchte. Ansonsten kann es unschön enden. Also nicht vom Partner oder den Kindern beschwatzen lassen – selbst überlegen und entscheiden lautet die Devise.

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