Spiel & Spaß

Astronomie als günstige Freizeitgestaltung

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Viele Menschen beklagen sich, dass sie so viel Geld für ihre Freizeit ausgeben müssen. Dabei muss das wirklich nicht sein – richtig teure Hobbys wie Golfen, Segeln oder Tennis sowieso mal außen vor. Es gibt so viele Möglichkeiten, seine Freizeit unterhaltsam, produktiv und auch stressfrei – je nach Bedarf – zu gestalten.

Ganz aktuell –  weil ich gerade mal wieder unseren schönen klaren Sternenhimmel bewundert habe – fällt mir gerade ein, dass Astronomie ein tolles kostenloses Hobby ist. Die diversen Sternbilder, die man sich nachts anschauen kann, zeigen einem, wie unendlich und schön das Universum ist. Dazu noch die Planeten Venus, Jupiter und Mars, die man auch des öfteren zu Gesicht bekommt – alles in allem einfach nur beeindruckend. Im Internet gibt es zu diesem Thema sehr viele Seiten, also ruhig einmal danach gegoogelt!

Für den Anfang vielleicht ein paar einfache Sternbilder heraussuchen und sich dann an die komplizierteren heranwagen. Apropos Wagen, der große Wagen oder große Bär gehört auf jeden Fall zu den gut erkennbaren Sternbildern der nördlichen Hemisphäre. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass Sie sich auf der Nordhalbkugel der Erde befinden, über die Südhalbkugelsternbilder weiß ich nicht viel, außer, dass sie eher technische Namen haben. Die Namen der Sternbilder der Nordhalbkugel strotzen nur so vor Mythologie, und das gefällt mir sehr gut.

Am großen Wagen ist besonders interessant, dass man in der 5fachen Verlängerung seiner hinteren Seite (also auf der Gegenseite der Achse) auf den Polarstern trifft. So kann man sich in sternenklaren Nächten gut orientieren, wo Norden ist. Der Sternenhimmel dreht sich praktisch im Laufe der Nacht (und des Tages, aber da sieht man ihn ja nicht) um den Polarstern – ok, eigentlich drehen ja wir uns, aber es sieht halt so aus.

Ein weiteres leicht zu merkendes Sternbilder ist das Himmels-W (Cassiopeia), es befindet sich auf der Gegenseite des großen Wagens. In richtig klaren Nächten kann man übrigens wunderbar die Milchstraße sehen, die sich unter anderem auch über Cassiopeia „ergießt“. Erwähnenswert finde ich noch das Sommerdreieck aus den Sternen Wega (Leier), Deneb (Schwan) und Altair (Adler) und das beeindruckende Wintersechseck, bestehend aus Prokyon (Kleiner Hund), Pollux (Zwillinge), Capella (Fuhrmann), Aldebaran (Stier), Riegel (Orion) und Sirius (Großer Hund) –  Sirius ist übrigens der hellste Stern der nördlichen Hemisphäre.

Mit diesem Basiswissen bewaffnet können Sie sich auf die Jagd nach den Sternbildern begeben, entweder gemütlich zuhause auf einem Liegestuhl oder auch in freier Wildbahn. Wie wäre es denn, wenn Sie ein paar Freunde oder andere Astronomiefans zusammentrommeln und ab und zu mal eine Exkursion machen? Am besten kennt sich schon jemand mit dem Sternenhimmel aus und kann den anderen erklären, wo welches Sternbild zu finden ist.

Wichtige Kriterien für eine Exkursion sind der Ort (wenig Streulicht und Lärm), die Zeit (sind gerade Asteroidenschwärme zu sehen) und das Wetter (wenn es bewölkt ist, kann man bei aller Liebe keine Sterne sehen). Checken Sie doch mal im Vorfeld die Wunschlocation ab und informieren Sie sich über die beiden anderen Punkte im Internet.

Sie können sich Sternenkarten aus dem Internet ausdrucken oder sich vielleicht doch eine gekaufte Karte gönnen. Bewaffnen Sie sich noch mit ein paar Taschenlampen (ok, heutzutage geht das auch mit Handys oder Smartphones), je nach Jahreszeit noch mit heißen oder kalten Getränken, Sitzgelegenheiten (oder checken Sie im Vorfeld ab, ob es am Zielpunkt Sitzgelegenheiten gibt) und Proviant, falls der Ausflug länger dauern sollte.

Anfangs sehen Sie die Zusammenhänge vielleicht noch nicht so gut, aber die Übung macht’s. Sie werden eventuell auch Satelliten sehen – diese erkennt man an ihrem schnellen, gleichmäßigen Flug und den fehlenden roten Lichtern. Das allerschönste Erlebnis ist am nächtlichen Himmel das Erblicken einer oder sogar mehrerer Sternschnuppen – wünschen Sie sich was und hoffen Sie, dass es in Erfüllung geht. Naja, und wenn nicht, war der Abend auch so schön, oder?

Ups, ich bin mal wieder schwer ins Schwärmen gekommen. Aber wie Sie sicher schon gemerkt haben, fasziniert mich das Thema Astronomie ungemein. Wäre schön, wenn ich Sie auch dafür begeistern könnte.

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