Geld verdienen

Blut spenden

Mal ganz abgesehen von dem guten Dienst, den man sowohl der Wissenschaft, der Medizin und natürlich auch den Menschen, die dringend auf Blutkonserven angewiesen sind, mit einer Blutspende erweist, ist Blut spenden auch eine hervorragende Möglichkeit etwas Geld nebenbei zu verdienen.

Blut spenden ist nicht gleich Blut spenden

Es gibt viele Wege sein Blut zu spenden. Der wohl bekannteste ist die sogenannte Vollblutspende. Dabei wird eine Nadel in die Armbeuge eingeführt, was ein bisschen weh tut, aber halb so schlimm ist. Anschließend wird etwa ein halber Liter Blut entnommen. Der gesamte Vorgang nimmt nur ungefähr eine viertel Stunde in Anspruch, doch die Verdienstmöglichkeiten bei Vollblutspenden sind eher begrenzt. Zwar bieten die meisten Blutspendedienste eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 15 bis 25 Euro an, da eine Blutspende aber nur vier bis sechs Mal im Jahr möglich ist, kommt es als zusätzliche Verdienstmöglichkeit eher nicht infrage, auch wenn natürlich stets der gute Zweck im Vordergrund stehen sollte.

Anders sieht es bei der Plasmaspende aus. Weil das Spenden von Plasma viel schonender für den Organismus ist, kann es bis zu maximal 50 Mal im Jahr durchgeführt werden, was es zu einem relativ lukrativen „Nebenjob“ macht. Der Ablauf ist ähnlich wie der bei einer Vollblutspende, nur mit dem Unterschied, dass das Plasma von den Blutzellen getrennt und diese danach wieder in die Venen zurückgepumpt werden. Aufgrund dieses Extraschrittes dauert die ganze Prozedur ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde, wird aber mit einer Aufwandsentschädigung von 15 bis 20 Euro für die ersten Spenden großzügig entlohnt. Hinzu kommen weitere Bonuszahlungen für häufiges spenden, die aber von Dienst zu Dienst variieren. Bei maximaler Ausreizung könnten pro Jahr also leicht um die 1000 Euro dabei rumkommen.

Ein weiterer Weg der Blutspende ist die Spende von Blutplättchen oder Thrombozyten. Der Ablauf ist auch hier ähnlich zu den anderen Spendetypen, jedoch dauert der Vorgang mit 90 bis 100 Minuten mit Abstand am längsten, wird aber auch am besten bezahlt. Es sind zwischen 30 und 50 Euro pro Spende drin. Gespendet werden kann alle zwei Wochen, also etwa 26 Mal im Jahr, was einen jährlichen Verdienst von etwa 800 bis 1300 Euro bedeuten würde.

Vorsicht vor unseriösen Blutspende Organisationen

Egal welche Art von Blutspende auch gewählt wird, ein obligatorischer Gesundheitscheck durch einen Arzt oder eine Ärztin gehört in jedem Fall dazu. Auch das Ausfüllen eines ausführlichen Formulars, in dem etwaige Vorerkrankungen, eventueller Drogenmissbrauch, Medikamenteneinnahme und ähnliches abgefragt werden, gehört zu einer seriösen Blutspende unbedingt dazu. Zudem sollte immer darauf geachtet werden, die vorgeschriebene Pause zwischen zwei Spenden einzuhalten, da sonst gesundheitlicher Schaden droht. Jede Blutspende Organisation, die eine oder mehrere dieser Punkte vernachlässigt ist nicht seriös und sollte auf jeden Fall gemieden werden, auch wenn sie besser als andere bezahlen sollte.

Fazit

Auch wenn die Blutspende ein relativ schneller Weg ist, etwas Geld nebenbei zu verdienen, bringt sie doch einige negative Aspekte mit sich. So ist sie etwas schmerzhaft, teilweise unangenehm und kann, wenn auch nur in sehr seltenen Fällen, Nebenwirkungen wie Kreislaufstörungen, Schwindel oder Blutergüsse mit sich bringen. Doch bedenkt man die Tatsache, dass man etwas Gutes tun und dafür auch noch Geld bekommen kann, sollten diese negativen Aspekte nicht allzu schwer wiegen.

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