Garten

Ein Inselbeet anlegen

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Große Rasenflächen sehen oft langweilig aus, obgleich ihr Anblick das Auge beruhigt. Inselbeete wirken darin wie bunte Farbtupfer. Sie beleben das Gartenbild. Es ist ganz einfach, ein solches Highlight im eigenen Garten anzulegen.

Den passenden Platz auswählen

Wo ein Inselbeet entsteht, hängt von verschiedenen Aspekten ab. Wird der Rasen zum Spielen genutzt, muss eine weniger stark frequentierte Ecke verwendet werden. Beispielsweise passt ein entsprechend geformtes Inselbeet in den Randbereich der Grünfläche. Bei allzu kleinen Rasenflächen wird man hingegen auf einen derartigen Blickfang ganz verzichten müssen. Es sei denn, man gewährt den Kleinen einen anderen Gartenbereich zum Toben.Optisch wirkt das Inselbeet am besten, wenn es in der Mitte der Rasenfläche angelegt wird. Dies gilt insbesondere für streng geometrisch angelegte Areale. Handelt es sich um eine geschwungene Rasenfläche, kommt es weniger auf die symmetrische Abstimmung des Platzes für das Inselbeet an.

Über die Form des Inselbeetes entscheiden

Die häufigste Form für das Inselbeet ist der Kreis. Dabei ist dieser kein Muss. Auf geschwungenen Rasenflächen wirken Inselbeete mit unregelmäßigen Rändern viel natürlicher. Selbstverständlich ist es auch möglich, mit Kontrasten zu spielen. So lassen kreisrunde Inselbeete quadratische Rasenflächen weniger streng wirken.

Standort entscheidet über Pflanzenauswahl

Es macht einen Unterschied, ob das Inselbeet im Schatten oder in der Sonne liegt. Für letztere Beete werden sonnenhungrige Pflanzen benötigt. Bei ihnen steht häufig die Blütenpracht im Vordergrund. Auf schattigen Flächen fühlen sich diejenigen Pflanzen besonders wohl, die über großflächige, sattgrüne Blätter verfügen. Vor dem Kauf der Pflanzen sollte sich der Hobbygärtner über die jeweiligen Ansprüche der Gewächse informieren.

Mit Pflanzen den Garten strukturieren

Es ist möglich, das gesamte Inselbeet mit ein und derselben Pflanzenart zu bestücken. Interessanter wirken jedoch gut strukturierte Inselbeete. Dazu verwendet man Pflanzen mit verschiedenen Wuchsformen, Blatt- und Blütenfarben sowie unterschiedlichen Wuchshöhen. Am einfachsten gelingt das Strukturieren des Inselbeetes, wenn zuvor ein Pflanzplan angefertigt wird. Ein mittig auf dem Rasen angelegtes Inselbeet profitiert von einem hohen Gewächs in seinem Zentrum. Dies können ein Baum oder ein Busch sein, wobei zu bedenken ist, dass sich Büsche schlechter unterpflanzen lassen. Nach außen hin abgestuft werden Pflanzen mit mittelhohen und niedrigen Wuchshöhen arrangiert. Hin und wieder sollte diese Symmetrie durchbrochen werden, indem ein etwas höheres Gewächs am Beetrand hervorlugen darf.

Farben und Blütezeiten aufeinander abstimmen

Bei der farblichen Abstimmung der Pflanzen für das Inselbeet steht der Kreativität des Gärtners kaum etwas im Wege. Komplementärfarben können eine ebenso anmutige Wirkung erzielen wie die Ton-in-Ton-Auswahl in Pastellfarben. Hier spielen auch der Stil und das Ambiente des restlichen Gartens eine Rolle. Am schönsten wirken Inselbeete übrigens, wenn sich nicht zu viele verschiedene Arten den Platz teilen müssen. Besser ist es, mehrere gleichartige Pflanzen in Gruppen zusammen zu setzen.

Damit das Inselbeet das gesamte Jahr über ein Blickfang ist, sollten die Blütezeiten der Pflanzen variieren. Die Frühjahrsblüher eröffnen die Gartensaison auf dem Inselbeet. Es folgen einjährige Sommerblumen sowie Stauden. Immergrüne beleben das Inselbeet von Januar bis Dezember.

Das Inselbeet anlegen

Zunächst wird das Inselbeet abgesteckt. Runde Flächen lassen sich mit einem ausgerollten Gartenschlauch markieren. Dann sticht man den Rasen ab und entfernt sämtliche Unkräuter. Anschließend werden die Pflanzen in den Boden gesetzt. Ist der Topfballen ausgetrocknet, sollte dieser eingewässert werden. Im Anschluss sind die Pflanzen noch einmal ausgiebig zu gießen. Sie müssen feucht gehalten werden, bis sie eingewurzelt sind. Dabei muss Staunässe vermieden werden.

Das Inselbeet sollte eine Rasenkante erhalten. Sie verhindert das Einwachsen von Gräsern in das Beet und erleichtert die Rasenmahd. Je nach Witterung müssen die Pflanzen während der Wachstumsperiode regelmäßig gegossen werden. Ein Pflanzendünger, der möglichst organischen Ursprungs sein sollte, sorgt für eine kräftige Blüte. Verblühtes wird ausgeknipst. So regt man die Pflanzen zur neuen Blütenbildung an.

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