Arbeit & Beruf

Lebenslauf erstellen: Spezifische Vorlagen für individuelle Empfänger

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Einen Lebenslauf erstellen, diese Anforderung wird häufig relevant, wenn eine Bewerbung ansteht. Viele machen den Fehler, dass sie einen Standard-Lebenslauf verwenden und diesen immer wieder neu verwenden. Mehr Erfolg hat man allerdings mit einem individuell erstellten Lebenslauf, der passend für jede einzelne Bewerbung umgesetzt wird. Denn dann passt der Lebenslauf zur ausgeschriebenen Stelle. Folgende Anleitung ist wichtig, wenn der individuelle Lebenslauf wie ein Maßanzug sitzen soll.

Bestandteile des Lebenslaufes

Ein Lebenslauf sollte im Allgemeinen folgende Bestandteile aufweisen: Persönliche Daten wie Name und Geburtsdatum, schulische und berufliche Ausbildung mit Details zu Ausbildungsstätten, beruflicher Werdegang und berufliche Erfahrung. Häufig wird noch ein Punkt zu Hobbys und Freizeitaktivitäten angeführt, der auch nicht fehlen sollte, um den Personalverantwortlichen ein etwas persönlicheres Bild zu übermitteln. Hier hat man aber knapp zu bleiben und nur solche Hobbys zu erwähnen, die auch passend für eine verantwortliche Tätigkeit erscheinen. Je nach dem Alter und der Lebenserfahrung des Bewerbers hat der Textanteil zum Beruf bis zu 80 Prozent des Gesamtumfangs des Lebenslaufs.

Erstellung des Lebenslaufes

Jeder Lebenslauf beginnt mit den persönlichen Daten. Meist werden in der linken Spalte die die allgemeinen Angaben als Vorgaben benannt und in der rechten Spalte stehen dann die konkreten Angaben. Name und Vorname ergeben dann die erste Zeile, anschließend gibt es Zeilen für Geburtsdatum und Geburtsort, Anschrift, Telefon (Festnetz und Mobilfunknummer), sowie Staatsangehörigkeit und Familienstand. Im Weiteren kommen dann klar getrennte Blöcke für Schulbildung, Berufsausbildung und berufliche Tätigkeiten. In jedem dieser Blöcke sind alle relevanten Stationen aufzuführen. Insbesondere den letzten Stationen sollte man mehr Raum und mehr Aufmerksamkeit widmen. Man kann die letzten Stationen auch dadurch betonen, dass man eine umgekehrt chronologische Reihenfolge wählt. Dies mag ungewohnt sein, hat aber für den Leser den Vorteil, dass er das Wichtigste (die letzten Stationen) als Erstes wahrnehmen kann.

Umgang mit Lücken im Lebenslauf

Eine zentrale Frage bei der Umsetzung eines Lebenslaufes ist der Umgang mit Lücken in der Ausbildungs- oder Berufsentwicklung. Solche Lücken sollten eher nicht auftauchen bzw. durch intelligent gewählte seriöse Tätigkeiten gefüllt werden. Man kann Lücken häufig durch ausbildungsergänzende Aktivitäten gestalten. So kann man ein Selbststudium betrieben oder einen Auslandsaufenthalt passend gestaltet haben. Lücken werden von Personalverantwortlichen sehr kritisch gesehen, denn für diese eher konservativen Menschen, ist ein Lebenslauf nur überzeugend, wenn er wie aus einem Guss wirkt.

Weitere Gestaltungsmöglichkeiten von Lücken

Allerdings sollte man im Lebenslauf die Daten und Fakten so verwenden, dass keine unmittelbare Nachprüfung möglich ist. Denn Bewerber, die als Lügner auffallen, haben keine Chance auf Einstellung. Frauen, die länger mittels einer Phase der Familienarbeit aus dem Erwerbsleben ausgestiegen sind, sollten nicht einfach „Hausfrau und Mutter“ oder eine ähnliche Tätigkeitsbeschreibung in den Lebenslauf setzen. Besser sind hier soziale Aktivitäten wie Kinderbetreuung oder Freizeitgestaltung/Kinderbetreuungstätigkeit zu verwenden, an Hand derer der zukünftige Arbeitgeber Rückschlüsse auf das hohe Engagement der Bewerberin ziehen kann.

Positive Begrifflichkeit im Lebenslauf

Ein Lebenslauf sollte positiv gestaltet werden. Berufliche Stationen sollten zueinander passend erscheinen. Auf jeden Fall sollte man sich für das Vorstellungsgespräch Strategien und Argumente zurechtlegen, wenn man nach Brüchen in der Biographie gefragt wird. Auch hier wird man dann stets positiv argumentieren und früheren Arbeitgebern oder Kollegen nichts Schlechtes nachsagen. Auch negative Begriffe wie „arbeitslos“ sind zu vermeiden. Stattdessen ist man „arbeitssuchend“ oder „auf Stellensuche“.

Länge des Lebenslaufes

Der Lebenslauf sollte im Regelfall nur bis zu zwei Seiten lang sein. Deshalb sind berufliche Stationen entsprechend knapp zu formulieren, insbesondere wenn ihr jeweiliger Zeitraum auch knapp ausgefallen ist. Außerdem kann man durch Schriftauswahl und Verknappung der Abschnittsabstände eine gewisse Komprimierung des Lebenslaufs erreichen. Die letzte Zeile des Lebenslaufes ist ein sehr aktuelles Datum und eine gut lesbare Unterschrift, die mit blauer Tinte zu schreiben ist, denn daran erkennt der Personalverantwortliche, dass es sich um ein Original handelt.

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