Haushalt

Mit Topf-Azaleen Farbe in den Raum bringen

© Olesia Sarycheva - Fotolia.com

Topf-Azaleen präsentieren ihre prächtigen Blüten bereits ab Anfang September. Die meisten anderen Zimmerpflanzen ziehen sich dann gerade erst zur Winterruhe zurück. Bei guter Pflege kann man sich mindestens 8 Wochen an der bunten Pracht der Azaleen-Blüten erfreuen. Anstatt die Pflanzen nach der Blüte wegzuwerfen, lohnt es sich, sie weiter zu kultivieren. Mit den Jahren wachsen sie zu anmutigen Gewächsen heran. Nachfolgende Anleitung zeigt, wie sich die Topf-Azaleen besonders wohl fühlen.

Die richtigen Sorten wählen

Wer lange Freude an den Azaleen haben möchte, sollte sie im Fachhandel kaufen. Dort erhält man kräftige Pflanzen, die nur wenig anfällig für Krankheiten sind. Außerdem erfährt man dort die genaue Sortenbezeichnung. Sie entscheidet über die Farbe und Form der Blüten, aber auch über die Länge der Blütezeit.

Die Auswahl dürfte dem Laien gar nicht so leicht fallen. Schließlich bietet der Fachhandel über 100 verschiedene Sorten an. Sie präsentieren sich mit einfachen, gefüllten und doppelt gefüllten Blüten. Dabei variiert die Blütenform deutlich. Die einen wirken wie echte Blütenbälle, während andere wie aus Seidenpapier gefaltete Trichter aussehen.

Die Farbauswahl der Topf-Azaleen reicht von Weiß über ein zartes Rosa, Pink, Rot bis hin zu einem leuchtenden Lila. Selbst gelbe und weiß-rosa-panaschierte Blüten sind keine Seltenheit mehr. Besonders gut kommen die Exoten zur Geltung, wenn man sie zu mehreren arrangiert und die Blütenfarbe auf das übrige Ambiente abstimmt.

Außerdem ist es besonders wichtig, beim Kauf auf haltbare Sorten zu achten. Sie blühen besonders lang und lassen sich über Jahre pflegen.

Den richtigen Standort wählen

Azaleen sind etwas wählerisch, wenn es um den passenden Standort geht. Sie bevorzugen einen hellen Platz, vertragen aber keine volle Sonne. Ein Platz am Ostfenster ist ihnen sehr angenehm, sofern sich unterhalb des Fensters keine Heizung befindet. Denn bei Lufttrockenheit werfen sie ihre Blätter ab. Am längsten erhält man die Blüte, wenn die Pflanzen einen kühlen Standort bekommen. Doch auch Zimmertemperaturen bis zu 21 Grad Celsius stellen kein Problem dar.

Topf-Azaleen regelmäßig pflegen

Um die Topf-Azaleen in Blühlaune zu halten, bedarf es einiger Pflege. Der Topfballen sollte stets feucht sein, dennoch darf keine Staunässe entstehen. Weiches Gießwasser ist zu bevorzugen. Es kann aus der Regentonne oder aus der Leitung stammen. In letzterem Fall lässt man es über Nacht abstehen. Regenwasser ist dabei auf jeden Fall vorzuziehen.

Abgeblühtes muss regelmäßig ausgeknipst werden. Sonst sehen die Pflanzen unschön aus und bilden Samen aus. Dazu kneift man sowohl die Blütenblätter ab als auch die Blütenstiele. Das ist wichtig, damit die Pflanze ihre Energie in die neue Blütenbildung stecken kann.

Haben die Pflanzen ausgeblüht, setzt man sie in ein größeres Gefäß um. Die handelsüblichen Kunststoff-Töpfe, in denen sie verkauft werden, können nur wenig Substrat fassen. Man benötigt eine saure Erde, die auch unter der Bezeichnung Azaleensubstrat zu haben ist. Gedüngt wird erst 4 Wochen nach dem Umtopfen. Von März bis August benötigt die Pflanze regelmäßige Düngegaben mit einem Langzeitdünger oder einem Azaleendünger.

Sind keine Spätfröste mehr zu erwarten, stellt man die Azaleen am besten ins Freie. Sie benötigen einen schattigen und windgeschützten Platz. Noch einfacher ist die Pflege, wenn die Töpfe ins Gartenbeet eingelassen werden. Neue Triebe werden regelmäßig um etwa einen Zentimeter gestutzt, damit sich die Pflanze buschig verzweigt. Bei dieser Gelegenheit gelingt es mit etwas Geschick, attraktive Bäumchen, Pyramiden oder Büsche heranzuziehen.

Im Herbst werden die Azaleen wieder ins Haus geholt. Sie benötigen einige Wochen, bis sie sich an die Umgebung gewöhnt haben. Daher stellt man sie vorerst bei etwa 10 Grad Celsius auf. Brechen die ersten Knospen auf, dürfen die Pflanzen in den wärmeren Wohnbereich. Herrscht in den Räumen eine geringe Luftfeuchtigkeit, lohnt das regelmäßige Einsprühen der Pflanzen mit weichem Wasser. Dabei muss auf einen leichten Sprühnebel geachtet werden, sonst leiden die empfindlichen Blüten.

Schreibe einen Kommentar